Rico ist tiefbegabt, Oskar hochbegabt – und gemeinsam sind sie ziemlich genial. Diese Freundschaft bildet das Herzstück einer Geschichte, die längst in mehreren Medien begeistert: als preisgekröntes Kinderbuch, als liebevoll inszeniertes Hörspiel – und als spannender Spielfilm mit Berliner Großstadtflair. – Mittlerweile sind auch einige Fortsetzungen erschienen. Das Buch wurde mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.
Buch · 224 Seiten
Hörspiel · ca. 52 Minuten (Silberfisch)
Film · ca. 92 Minuten
Inhalt: Rico ist tiefbegabt, Oskar hochbegabt – gemeinsam lösen sie ihren ersten echten Kriminalfall. In Berlin-Kreuzberg stoßen die beiden ungleichen Freunde auf eine Entführung und nehmen die Spur von „Mister 2000“ auf. Eine spannende, warmherzige Geschichte über Freundschaft, Anderssein und den Mut, eigene Wege zu gehen – als Buch, Hörspiel und Film ein echtes Erlebnis.
Bewertung: Egal ob gelesen, gehört oder gesehen – „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ ist ein Plädoyer für Freundschaft und Vielfalt. Es erinnert in seiner Qualität an „Emil und die Detektiv“ und ist gleichzeitig ein Plädoyer für Offenheit und Vielfalt. Dabei wirkt nichts künstlich oder belehrend: Die Erzählung ist ein spannender Kinderkrimi mit Situationskomik, klugen Gedanken und viel Gefühl.
Das Buch: Andreas Steinhöfels Kinderroman ist ebenso besonders wie seine Hauptfigur: Rico denkt langsamer als andere und nennt sich selbst „tiefbegabt“. Seine Sicht auf die Welt ist aber alles andere als einfältig – sie ist witzig, berührend und klug. Als er den hochbegabten, schüchternen Oskar kennenlernt, beginnt eine Freundschaft, die beide herausfordert – und in einen echten Kriminalfall führt. Der Ton des Buchs ist einzigartig: warmherzig, mit feinem Humor, voller Leben. Hinweis: Das Buch eignet sich auch gut als Klassenlektüre – und bietet viel Gesprächsstoff rund um Begabung, Inklusion und Freundschaft.
Das Hörspiel: Das gleichnamige Hörspiel (u. a. auf CD und Tonie erhältlich) bringt Ricos Berliner Welt akustisch zum Leben: mit Musik, Geräuschen, Originalzitaten und tollen Sprechern. Die Produktion bleibt nahe am Buchtext, ohne ihn bloß zu vertonen – sie schafft einen eigenen Zugang, der auch Kindern gefällt, die nicht (so gern) lesen. Ideal zum gemeinsamen Hören – etwa in der Familie, im Kinderzimmer oder in der Schule. Auch für Kinder mit Leseschwierigkeiten eine gute Einstiegsmöglichkeit.
Der Film: Die Verfilmung aus dem Jahr 2014 trifft den Ton des Buches erstaunlich gut: skurril, witzig und warmherzig. Rico und Oskar werden überzeugend gespielt, die Krimihandlung bleibt spannend – und dennoch steht immer die Beziehung der beiden Jungen im Mittelpunkt. Die Großstadt wird nicht verklärt, aber auch nicht gefährlich überzeichnet. Elternfiguren sind präsent, aber die Kinder bleiben die Hauptakteure.
Links und Hinweise:
