Amy entdeckt ein verletztes Gänschen und rettet es – ohne zu ahnen, dass daraus eine außergewöhnliche Beziehung entsteht. Mit ihrem Vater zieht sie die Vogelschar groß und begleitet sie schließlich auf einer abenteuerlichen Reise in den Süden. Eine ruhige Geschichte über Mut und Verbundenheit.
Film · ca. 107 Minuten (1996)
Buch · 168 Seiten (Droemer Knaur)
Inhalt: Nach dem Tod ihrer Mutter zieht Amy zu ihrem Vater aufs Land. Dort findet sie ein verwaistes Gänsenest und beginnt, die Küken aufzuziehen. Die Tiere prägen sich auf sie, wodurch Amy zur „Gänsemutter“ wird. Als der Winter naht, müssen die Tiere in den Süden fliegen – doch sie brauchen eine Leitgans. Amy und ihr Vater entwickeln ein waghalsiges Projekt: Mit Ultraleichtflugzeugen begleiten sie die Wildgänse auf ihrer Zugroute. Der Film erzählt ein stilles Abenteuer über Verantwortung, Verbundenheit und den Mut, Neues zu wagen.
Bewertung: „Amy und die Wildgänse“ ist ein Film, der aus der Zeit gefallen scheint – und genau das macht ihn so wertvoll. Die Produktionsästhetik ist ruhig, klar und naturnah. Viele Einstellungen arbeiten mit weiten Landschaftsbildern, sanfter Musik und einer entschleunigten Erzählweise, die Kindern Raum lässt, die Geschichte wirklich mitzuerleben. Der Film verzichtet auf künstliche Dramatik und setzt stattdessen auf echte Gefühle und glaubhafte Beziehungen. Pädagogisch überzeugt die Geschichte durch ihren Fokus auf Verantwortung, Trauerbewältigung und Selbstwirksamkeit. Amys Entwicklung ist nachvollziehbar: von der Unsicherheit hin zur eigenen inneren Stärke. Besonders bedeutsam sind die Themen Bindung, Vertrauen und das Erleben von Natur als Kraftquelle. Die Beziehung zwischen Vater und Tochter ist vielschichtig, aber liebevoll. „Amy und die Wildgänse“ eignet sich hervorragend für Familien, die ruhige, authentische Filme bevorzugen und ihren Kindern ein Naturabenteuer jenseits üblicher Klischees zeigen möchten. Der Film basiert lose auf der realen Arbeit des Künstlers Bill Lishman, der tatsächlich Gänse per Ultraleichtflugzeug führte. Empfohlen ab etwa 8 Jahren, besonders für naturinteressierte Kinder oder sensible Zuschauer, die ruhige, emotionale Geschichten mögen.
