„Gespensterjäger auf eisiger Spur“ ist Buch der Autorin Cornelia Funke aus dem Jahr 1993. Mittlerweile gibt es einige Fortsetzungen. Der NDR hat ein gleichnamiges Hörspiel produziert, erschienen bei Jumbo Neue Medien. Ein Spielfilmversion gibt es von Lucky Bird Pictures (2015), u. a. mit Anke Engelke.
📖 Kinderbuch · 144 Seiten
🎧 Hörspiel · CD / Stream · ca. 75 Minuten
🎬 Spielfilm · ca. 90 Minuten
Inhalt: Als Tom auf einen schleimigen Geist in seinem Keller stößt, ist klar: Er braucht Hilfe. Die ruft er sich mit Hedwig Kümmelsaft – einer professionellen Gespensterjägerin. Eine witzige und spannende Geistergeschichte, bei der auch ängstlichere Kinder auf ihre Kosten kommen. Erzählt wird von Freundschaft, Selbstvertrauen und Schleim – ein Klassiker mit Augenzwinkern.
Bewertung: Cornelia Funke ist ein, auch in literarischer Hinsicht, wunderbares Kinderbuch gelungen. Sie erzählt unaufgeregt und augenzwinkernd von den haarsträubenden Abenteuern des jungen Helden. Es ist das ideale Buch, das Kindern aus dem zweiten Schuljahr (kapitelweise) vorgelesen werden kann. Auch die Fortsetzungen sind gelungen. Aber sie unterliegen – wie das bei Fortsetzungen eben ist – einer Steigerungslogik. Fortsetzungen müssen ihre Vorgänger übertreffen. Dabei werden die Schauwerte gesteigert, nicht aber die literarischen Qualitäten (Sprache, Psychologie der Figuren). Natürlich sind die Fortsetzungen immer noch gut, aber der erste Abend ist dichter und in sich geschlossener als die anderen. Das Hörspiel ist besonders gelungen, atmosphärisch und gut besetzt. Der Film (FSK 6) orientiert sich frei an der Vorlage und ist deutlich comichafter. Er bietet solide Unterhaltung, verliert aber die literarische Tiefe. Wichtig: Ein paar Gruselszenen sind dabei – am besten gemeinsam anschauen.
👻 Wenn Kinder gerne weitere Gespenster kennenlernen möchten:
- Gespenster in modernen Märchen → kostenlose Hörspielmärchen (zwischen 10 und 20 Minuten) finden sich im Bestiarium, Stichwort „Schlossgespenster“
- Der Gespenstergeschichten-Klassiker ist Oscar Wildes „Das Gespenst von Canterville“. Der Originaltext dürfte für Kinder sprachlich anspruchsvoll, aber durchaus verständlich sein. Empfehlenswert ist aber die Hörspielversion, die der BR unter der Regie von Lilian Westphal produziert hat (1993) und die auch auf CD erschienen ist. Link zum CD-Label.
Links und Hinweise:
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Die Wikipedia-Seite zum Gespensterjäger Buch listet viele der lustigen Gespenster-Bezeichnungen.
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Informationen zum Buch beim Loewe-Verlag
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