„Luzie, der Schrecken der Straße“ ist einer der Fälle, in denen eine mediale Aufarbeitung alle anderen überstrahlt. Die sechsteilige Fernsehserie aus dem Jahr 1980 funktioniert auch heute noch. Das Buch zur Serie allerdings ist etwas lang geraten, und auch die (gut vorgetragene) Hörbuch-Version mit Andeas Fröhlich will nicht recht in Schwung kommen. Klare Empfehlung: Bei „Luzie“ ist (ausnahmsweise) die Filmversion zu bevorzugen.
📖 Buch · 192 Seiten
🎧 Hörbuch · ca. 160 Minuten
📺 Fernsehserie · 6 Folgen a ca. 28 Minuten
Inhalt: Luzie hat den Kindergarten hinter sich gebracht und wartet nun sehnsüchtig auf den Beginn der Schule. Doch die Sommerferien sind langweilig. Ihre Freundinnen sind im Urlaub. Sie schließt sich der Oswald-Bande an. Das sind deutlich ältere Kinder, die sie zu einer Mutprobe überreden. Luzie soll im Kaufhaus etwas stehlen. Sie stiehlt Knete, und aus dieser Knete werden lebedinge Knetmännchen („Friedrich und Friedrich“), die doch noch für spannende Ferien sorgen.
Bewertung: Die Fernsehserie aus dem Jahr 1980 ist das, was man „gut gealtert“ nennt. Sie spielt in einer anderen Zeit. Smartphones waren noch graue Theorie, und die Straßenbilder, Kleidung und Frisuren lassen erkennen: Das liegt lange zurück. Die Geschichte aber ist mit den talentierten Schauspielkindern großartig umgesetzt: warmherzig, humorvoll, mit Stop-Motion-Effekten und vor allem einem hohen Maß an Identifikation. Die Kinder von heute können wie einst ihre Eltern mitfühlen. Sie leiden mit Luzie, freuen sich mit ihr und haben Spaß an den Streichen der Knetmännchen. Und gerade diese emotionale Seite der Geschichte, Luzies Wunsch dazuzugehören, ist zeitlos verstehbar. Die perfekte Serie für Kinder im Übergang von der Kita zur Grundschule.
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